Frauen und Kinder zuerst

Veröffentlicht am 3. März 2026 um 20:12

Die Frau Schildkrott wäre gerne mal nach Ägypten geflogen und dann den Nil entlanggesegelt. So wie weiland Cleopatra.
Sie hätte dann auch durchaus auf den Cäsar, den Mark Anton und die Schlange verzichtet. Schließlich muss frau nicht alles mitmachen.
Und wenn sie sich so die Nachrichten anguckt, ist sie ganz froh, dass ihr Geldbeutel grad nicht für Fernreisen reicht.

Denn der verrückte Großkopferte in den US of A hat doch tatsächlich angefangen, Krieg zu spielen. Wie sie das genau findet, weiß sie nicht. Denn einerseits findet sie schon, dass den Verrückten langbärtigen alten Männern, die alles in Schwarz hüllen wollen und das im Namen eines Gottes, Einhalt geboten werden sollte. Aber andererseits, findet sie, dass es da grad andere Baustellen gäbe, wo militärische Unterstützung dieses sogenannten groß(mäuligen)Machthabers besser passen würde. Und mal abgesehen davon, dass im Krieg Leute sterben, die nicht Donald heißen, fragt sich die Krott schon, ob es eine so gute Idee ist, dieses zu Tobsuchtneigende schlecht erzogene Kind Krieg spielen zu lassen. Vor allem wenn man bedenkt, dass dieses Kind Zugang zu Atomwaffen hat.


Jedenfalls sitzen momentan ein Haufen Touristen da unten in der Ecke fest und wollen heim. Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland, meint, wie die Krott zurecht findet, dass die Touristen, eigentlich selber Schuld sind, wenn sie da unten fest sitzen und man würde keine Bundeswehrflugzeuge schicken.
Wohlgemerkt: Die Krott denkt sich, dass diese Weigerung weniger mit nicht Wollen, als mit nicht Können zu tun hat. Denn mal ehrlich: So wie die Bundeswehr aufgestellt ist, glaubt doch keiner im Ernst, dass die Flugzeuge für Passagiertransport funktionsfähig sind.

Jedenfalls sind diese unsere Politiker dann doch eingeknickt. Zumindest teilweise.
Die Krott hat gestern Nachrichten gesehen, da haben sie dann sinngemäß gesagt: »Okay, wir priorisieren.« – wahrscheinlich, denkt Frau Schildkrott, haben sie ein oder zwei Flugzeuge repariert, in dem sie die anderen ausgeschlachtet haben.
»Wir holen jetzt erstmal schwangere Frauen und Kinder und Kranke. Dann sehen wir weiter.«

Heute Morgen war dann nur noch von »Kranken und Kindern« die Rede.
Die Krott vermutete, dass es von irgendeiner Interessensgruppe Ärger gab, vielleicht auch von mehreren:
Schwangere sind Frauen, wenn man die jetzt ausfliegt, dann verstößt das gegen die Gleichberechtigung. Dagegen dürften sich diverse Feminismusgruppen ausgesprochen haben und natürlich Vereine die allgemein dafür sind, dass ihre Minderheit geachtet wird. Wie schwangere Männer zum Beispiel. Es gibt ja schließlich das Phänomen der Co-Schwangerschaft.
Und außerdem, wer fällt da wieder ins alte Denken zurück, von wegen, Frauen das schwache Geschlecht, das gerettet werden muss?

Egal. Die Krott schüttelt verwirrt den Kopf. Denkt sich aber, dass sie heimlich dann Schwangerschaft, doch als Krankheit einstufen, zumindest bis die Frauen in Deutschland sind. Die Frauen werden solange sicher auch nicht groß Beschwerde führen, dass sie nicht gleich behandelt wurden, wie nicht schwangere gesunde Männer.
Was sie aber die ganze Zeit doch arg wundert, ist die Sache mit den Kindern.
Soweit sie weiß, sind zur Zeit in keinem der Bundesländer Ferien. Wo kommen also die Kinder her? Gut, es wird Babys geben und Kitakinder. Aber mal ehrlich, was tun die Eltern mit so Kleinen in dieser Ecke der Welt? Die sind doch besser aufgehoben auf einem Spielplatz in Wanne-Eickel. Die Kleinen können doch den Nahen Osten gar nicht genießen. Und wie gesagt, die Schulkinder sollten eigentlich in der Schule sein.
Jetzt wird der Krott klar, worum es eigentlich geht. Die Rückholaktion, ist so eine Art Durchsetzung des Schulbesuches. Diesmal halt nicht mit Polizei, sondern mit Soldaten der Bundeswehr.
Und das Ganze könnte sich ja auch lohnen. Schließlich können Eltern, die ihre Kinder in Urlaub mitnehmen, anstatt sie zur Schule zu schicken, mit Geldstrafen bis zu 2.500 € geahndet werden, und manchmal kommen dann noch extra 100 bis 300 € drauf pro vermisstem Tag.
Und wir wissen ja: Die Regierung sucht Möglichkeiten, Einkommen zu generieren

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